Einblicke in die Welt der Business Services in internationalen Rechtsanwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Auf dieser Seite wollen wir in unregelmäßigen zeitlichen Abständen unsere Leser über die neuesten Entwicklungen in der Kanzlei- und Wirtschaftsprüfungsbranche informieren und über den Markt der Mitarbeiter berichten, die hinter den Berufsträgern stehen.

 

Rückblick auf das Jahr 2018

Marketing/Business Development

Nachdem im Jahr 2017 in Rechtsanwaltskanzleien sehr viele Wechsel von Führungskräften im Business Development/Marketing stattgefunden gefunden haben, wurde es 2018 ruhiger auf der Leitungsebene. Dafür wurden umso mehr Experten auf der Fachebene gesucht, was bei einem Wechsel der Führungskraft auch nicht weiter verwundert. Verstärkt wurden auch neue Mitarbeiter für den noch jungen Bereich „Legal tech“ eingestellt. Hier bekamen seitens der  Rechtsanwaltskanzleien  besonders Bewerber mit einem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Informatik/Wirtschaftsinformatik den Vorzug. Des Weiteren waren und sind Bewerber mit Social-Media Erfahrung gefragt, da die Mandantenansprache verstärkt über das Internet (Twitter, LinkedIn, etc.) erfolgt.

 

HR/Human Resources

Mehr Bewegung gab es im Jahr 2018 auch in den Personalabteilungen der Rechtsanwaltskanzleien. Hier wurden besonders Recruiter mit wenig Berufserfahrung für die Suche von Berufsträgern oder für die Verstärkung der Business Services gesucht. Des Weiteren waren Experten mit Berufserfahrung im „Employer Branding“ gefragt, die eine Schnittstelle zum Marketing bilden.

Da sich der Wettbewerb um die besten Köpfe in Zukunft noch weiter verschärfen wird, werden sich nur Kanzleien mit einem ausgeprägten „Employer Branding“ und einem schlagfertigen Recruiting-Team behaupten können.

 

Kaufmännischer Bereich

In 2018 konnten wir verstärkt die Etablierung von kaufmännischen Leitern/COO in Rechtsanwaltskanzleien feststellen. In diesem Jahr (2019) rechnen wir mit einer Zunahme von Suchmandaten für diese Positionen.

 

Rückblick auf das Jahr 2017

Noch nie haben in einem Jahr so viele Wechsel von Heads of Marketing/Business Development in Rechtsanwaltskanzleien stattgefunden (mindestens 10 Wechsel bzw. Austritte) wie 2017. Als hätte sich die Kanzleibranche dazu verabredet. Gründe für die “Umstrukturierungen” waren u.a. der Wunsch nach neuen Ideen und Strategien im Bereich Marketing/Business Development (einige Heads waren schon sehr lange auf ihren Posten), Kostendruck und eine stärkere Anbindung der deutschen Teams an die Büros in London, wo sich in der Regel die EMEA Heads of Marketing/Business Development befinden. Dadurch wurde auch das Wechselkarussel auf den unteren Hierarchiestufen in Gang gesetzt.

Insgesamt hat sich auch die Anzahl der Mitarbeiter in 2017 Bereich Marketing/Business Development weiter vergrößert. Bis Ende 2017 arbeiteten schätzungsweise über 800 Mitarbeiter in den Bereichen Marketing, Business Development und PR, je zur Hälfte  in Rechtsanwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Auch für die Zukunft rechnen wir mit steigenden Mitarbeiterzahlen in diesen Bereichen. Das Gewicht der Business Services in Rechtsanwaltskanzleien nimmt nach unserer Wahrnehmung weiter zu, auch Dank „Legal Tech“.

 

Warum legalbizz?

Schon kurz nach der Gründung von match personalberatung im Jahr 2004 fand eine Fokussierung auf Rechtsanwaltskanzleien statt. Später kamen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften noch hinzu. Seitdem hat sich die Anzahl der Business Service Mitarbeiter stark entwickelt, Tendenz weiter steigend. Insbesondere das Marketing und Business Development hat sich in Rechtsanwaltskanzleien seinen Platz erkämpft und wird nicht mehr von den Berufsträgern in Frage gestellt.

Daher haben wir uns entschlossen, dem Bereich der sogenannten Business Services mit legalbizz.de mehr Raum und Ausdruck zu verleihen. Alle Leser sind übrigens herzlich eingeladen, selbst Artikel zu schreiben und bei uns einzureichen. Auf Wunsch veröffentlichen wir den Artikel auch anonym. Einfach eine E-Mail an die Redaktion redaktion@legalbizz.de schicken. Wir möchten damit den Austausch in der Branche fördern.